9/13/2014

Ausstellung: Polesque Fotoausstellung, Leipzig.

Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande





Fucked my way up to the top. This is my show. Stets zu euren Füßen und immer wieder begeistert. Mit der entsprechenden Attitüde könnt ihr mit mir alles machen. Ich bitte darum.

Fotograf Lukas Pfalzer dokumentierte im Frühjahr 2014 einen der tollen Auftritte der Poledance Lola Gemeinschaft. Probe, Backstage, Performance - all diese Aspekte hat er in stimmungsvollen Bildern festgehalten, die nun bis zum nächsten Jahr im sowiewir auf dem Leipziger Feinkostgelände der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Der ehemalige Plattenladen dient nicht nur als Bar und Ausstellungsraum, sondern gleichzeitig als Kulisse für die Tanzkunst der Lola Poledancerinnen. Dass die ausgestellten Fotos etwas klein sind und die Beleuchtung an diesem Abend mangelhaft: geschenkt. Viel interessanter war das Live-Geschehen an der freistehenden Stange. Denn die Vernissage zur Fotoausstellung wurde natürlich mit einer Show der Protagonistinnen veredelt.

In der Tradition des Polesque (eine Verbindung von Poledance und klassischen Burlesque-Elementen) brachten die Frauen zu Songs von Chris Isaak, Lana Del Rey und The XX verschiedene Nummern mit passenden Kostümen in den kleinen Club.

Durch eine Vorführung beim Theaterstück "Der letzte Schrei III" im Juni bin ich auf den Geschmack gekommen. Seitdem kreisten meine Gedanken immer wieder um die schwebenden Frauen an der Stange. Endlich mal ein Sport, in den auch ich mich verlieben kann.

Wenn man wirklich nah rangeht, wird klar, warum hier vor allem Körperbeherrschung und Kraft gefragt sind. Das ist anders als in den Kinofilm-Sequenzen. Poledance ist in erster Linie Akrobatik, aber durch die Form der Darbietung auch dramatisch und damit wesentlich unterhaltsamer als die an steife Dressurpferde erinnernde reine Sportakrobatik.

In diesem Zusammenhang habe ich mir den Meilenstein der Musikvideo-Geschichte noch einmal angeschaut. "I just don't know what to do with myself" von The White Stripes verfilmt von Sofia Coppola mit Kate Moss im Zwielicht - und musste feststellen: Alles nur Betrug. Genau wie Rose McGowan in der Eingangsszene von "Planet Terror" und Lindsay Lohan in "I know who killed me" ist die Stange hier lediglich Accessoire, an dem sich die Akteurinnen gelegentlich reiben anstatt damit zu arbeiten.

Die Lola-Tänzerinnen dagegen haben nicht nur den passenden Gesichtsausdruck, sondern auch die Fähigkeit ihr Publikum durch ausgefallene Figuren zu beeindrucken. Was mir besonders daran gefällt: Die nonchalante Einstellung, mit der sie auf die Bühne gehen. Sie meinen es Ernst, aber haben Spaß dabei. Sie sind stark, aber im buchstäblichen Sinn verletzlich. Das Resultat ist eine furchtlose Darstellung des eigenen Körpers, ohne Filter und doppelten Boden. Wenn hier etwas schief geht, dann tut es eben weh.

Doch wenn das Licht richtig fällt und die gute Musik spielt, entsteht etwas einzigartig Befreites. In diesen Momenten bestehe ich als Zuschauer nur noch aus Bewunderung. Zwischen Zigarettenrauch und roten Lichtern gibt es nur noch  Bewegung, Respekt, Freiheit.

Jetzt habe ich nur noch einen Wunsch: Können wir das ab sofort regelmäßig machen? Vielleicht jeden Donnerstag? Es würde meinem Mid-Week-Blues unheimlich gut tun.

Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande
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Polesque - Poledance - Lola - Leipzig - Grande

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