3/29/2012

Reise: Vom Victoria Embankment über Piccadilly Circus zur Berwick Street.


















Die Wolken verhängen den Himmel. Sperren die Sonne aus. Ich sitze auf meinem Sofa und lese in der ZEIT über Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater. Kurz frage ich mich, ob ich darin gut wäre. Promblemlösen macht mir Spaß. Außerdem finde ich es interessant, mich in fremde Vorgänge reinzudenken und nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Es fängt an zu regnen. Mark Lanegan läuft am Harborview Krankenhaus vorbei und fragt mich: "Are they supposed to be as sick as you and me?"

Ausstellung: Jugendstil bis Gegenwart.


















Heute zeige ich euch meine Lieblingsstücke aus der Ausstellung "Jugenstil bis Gegenwart". Der dritte Teil der ständigen Ausstellung im Leipziger Grassimuseum wurde diesen Monat eröffnet und ich kann den Besuch nur empfehlen. Mir gefielen die Objekte aus dem deutschen & internationalen Jugendstil besonders gut. Mich fasziniert speziell die Umsetzung floraler Elemente auf Zigarettenetuis, Kämmen, Besteck, Spiegeln etc. Eigentlich schade, daß diese gewollte Ästhetisierung des Alltags später einer sehr sachlichen, rein funktionalen Designkultur weichen mußte. 

Mit den Werken des skandinavischen Jugendstils war ich bisher nicht vertraut. Diese Arbeiten sind besonders von der japanischen Kultur beeinflußt und zeigen häufig Fische oder Vögel. Davon ab meinte ich an einigen Stellen auch die Anfänge von IKEA spüren zu können und spätestens beim DDR-Spielzeug war ich kurz in einer mentalen Zeitschleife gefangen.

3/28/2012

Hair Style: There's more than one way to colour your hair.

Bild via Nos Petites Reveries





















Die Outfitfotos vom Sonntag lösten bei einigen Leuten (für mich überraschendes) Entsetzen bezüglich des aktuellen Zustandes meiner Haarfarbe bzw. das Fehlen selbiger aus. Nachdem ich mich jetzt ein Weilchen darüber gewundert habe, kann ich nun nicht anders als meine Beweggründe zu erklären, obwohl ich der Meinung bin, daß ein Look der erklärt werden muß - ähnlich wie ein Kunstwerk, bei dem das der Fall ist - nicht viel taugt. Aber vielleicht ist das Unverständnis auch auf mangelende Lesefähigkeit zurückzuführen. Deshalb an dieser Stelle ein wenig Nachhilfe in Haarfärbetheorie.

3/25/2012

Outfit: You can blow what's left of my right mind.
















Heute trage ich mein frisch im Londoner Sale erworbenes Kleid von House of Holland, dazu blaue Cowboystiefel von Topshop und meine Shirley-Manson-Tribute-Frisur.

3/24/2012

Einkaufen: Grande Pose for Zalando Collection.























Wie der aufmerksame Leser bereits auf meiner Facebook-Seite erahnen konnte, hatte ich neulich ein kleines Techtelmechtel mit Zalando. Ja, das ist die Firma, die mal als Schuhversand-Start-Up in Berlin startete und mittlerweile neben Schuhen auch hochwertige Designerkleidung und seit neuestem eine eigene Damenkollektion vertreibt. Ende Februar suchten die von mir sehr geschätzen Janes (Betreiberinnen des Blogs This is Jane Wayne) freundliche Menschen wie mich, um sie in den Entwürfen der Zalando Collection abzulichten.

3/17/2012

Vorfreude: Blues Funeral in Berlin.

Picture via Insindetherockposterframe


















Going to see Mark Lanegan perform in Berlin tomorrow so I will be in heaven soon.

Some of my favourite tracks:


3/15/2012

Artist: Meet David Small and his stitches.


















Die Liebesgeschichte zwischen mir und psychologisch anspruchsvollen Graphic Novels geht weiter. Der Amerikaner David Small stellte heute Vormittag auf der Buchmesse in Leipzig sein aktuelles Werk "Stitches" vor. Der Comic ist vor kurzem im Carlsen Verlag unter dem Titel "Stiche" auf Deutsch erschienen. Inhaltlich dreht sich alles um die problematische Kindheit des Autors, der übrigens erst über Umwege den Beruf des Illustrators ergriff. 

Small konnte bereits als Kind sehr gut zeichnen, aber machte sich nie viel aus seinem Talent. Erst als ein Freund ihn darauf hinwies, beschloß er Kunst zu studieren. Nach seinem Abschluß arbeitete Small lange Zeit als Kunstlehrer und dachte, er würde diesen Job bis zur Rente machen. Im Zuge von Sparmaßnahmen verlor er in den 80er-Jahren seine Stelle und war darüber zunächst sehr traurig. Small erinnerte sich aber an seine zeichnerische Begabung und begann sich mit 38 einen Ruf als Kinderbuchillustrator aufzubauen. Es dauerte allerdings noch einmal knappe 20 Jahre bis Small das Genre der Graphic Novel für sich entdeckte.

Make-up: Eyeliner Games.











Eigentlich wollte ich mir heute das Programm für die Buchmesse besorgen, aber als ich im Bahnhof stand konnte ich mich nicht mehr daran erinnern. Stattdessen habe ich mir vier Kämme und eine Haarbürste gekauft. Seltsamer Tausch? In den letzten Tage mußte ich versuchen mich mit einem kleinen Baumstamm zu kämmen, eine Qual und nicht wirklich zielführend.
Nachdem ich den Tag damit verplempert hatte, mich an geniale Liveauftritte meiner Lieblingsbands auf deutschen Festivals in den 90ern zu erinnern, fiel mir die Buchmesse wieder ein. Graphic Novels bilden in diesem Jahr endlich einen Schwerpunkt und ich wollte mir noch die wichtigsten Veranstaltungen rausschreiben... Bevor ich etwas dagegen tun konnte, hatte ich die neuen Kämme in der Hand und hab an mir herumfrisiert. Wie der Eyeliner auf meine Augen gekommen ist, weiß ich nicht mehr. Aber die Dreiecke gefallen mir. Graphic Eyeliner hat das neulich jemand genannt. 

Ich nenne dieses Gesamtkunstwerk übrigens "Elvira".

3/12/2012

Kunstmesse: London Art Fair 2012.
















Na, wo hat denn das Häschen seine Lockenwickler? In den Ohren, richtig. Oder dachtes Du - kleines Ku-Klux-Rotkäppchen - Hasenohren stehen von alleine?  Jetzt aber schnell über die gläserne Leiter auf das Schmetterlingspiratenschiff. Ich habe hier schon Vögel und Schallplatten schmelzen sehen, das war nicht lustig.
Vergiß nicht, die Schädelkugel mitzunehmen. Großmutter wartet seit zwei Wochen darauf. Ich habe Dir einen vergoldeten Schlagring und eine Marmorpistole in's Körbchen gepackt. Nur für den Fall. Und nimm Dich in Acht vor Mickey. Der ist jetzt professioneller Crackdealer (habe ich gehört). Geh nicht mit ihm um die Ecke. Bitte.

Wenn Du erfolgreich ablieferst, sehen wir uns in der Factory wieder. Ein leuchtendes Mondrian-Kleid wird Dir den Weg weisen.

3/11/2012

Überreste: Seltsame Vorlieben.


















Nach dem emotionalen Auf und Ab der letzten Woche mußte ich heute eine Zeitschrift auseinandernehmen, um mein geistiges Gleichgewicht wieder herzustellen. Ablehnung fühlt sich nicht gut an. Ich kann damit nicht umgehen. Meine Schutzmechanismen sind in der Richtung nicht besonders gut ausgeprägt. Außerdem will ich gewinnen. Deshalb suche ich die Herausforderung, den Nervenkitzel. Ich kann nicht alles, aber vieles. Und das recht gut. Irgendwie komme ich trotzdem nicht zum Zug. Das ist frustrierend. Wenn man nicht weiß, wo das hinführen soll. Oder kann. Ich brauch keinen Job, was mir fehlt ist Geld. Es gibt Welten, da passe ich nicht. Es nervt, wenn man von den cool kids nicht akzeptiert wird, obwohl sie sich auf die gleichen Ideen berufen. Ich habe an der Oberfläche gekratzt, aber für den Moment heißt es back to Aschenputtel-Modus.

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