1/31/2012

Musik: What's worth a listen in January!

Picture via Lastfm



















2012 is musically like heaven so far - actually it feels like it's 1998 all over again with all of my favourite artists releasing amazing records and playing (hopefully) great live shows. Still one thing has changed: the internet is able to stir up a lot of controversy about certain artists and sometimes I have got the suspicion that one talent is written to death before it can fully evolve and that another is denied the deserved attention for reasons unknown to me. But that's showbiz, I guess. Anyway, I love what I love and hopefully inspire some of you to love the same, ha!

1/30/2012

Ausstellung: Fashion Innovation - Beckmans College of Design interprets the Nobel Prize.
















Wie ich gestern schon angedeutet habe, geht es beim Nobelpreis auch um kreative Leistungen. Doch wie verbindet man z.B. Mode und Wissenschaft? Diese Frage beschäftigte im letzten Jahr die schwedischen Modestudenten des Beckmans College of Design. Sie hatten die Aufgabe, den Nobelpreis 2011 und die dazugehörigen Entdeckungen bzw. Errungenschaften der Preisträger modisch zu interpretieren. Dabei ging es auch darum, Vorschläge für einen zeitgemäßen Dresscode zu liefern.
 "The project also explores what unites Nobel laureates and fashion designers - namely creativity. Courage to think on entirely new lines, daring to question established theories and innovative combinations of insights from different fields."
Wie unterschiedlich und phantasievoll diese Problematik gelöst wurde seht ihr nun:

1/29/2012

Museum: Nobelmuseet feat. the Radium Girl.


















Strahlend schön dank Radium. Was heute wie ein schlechter Scherz klingt, war in den 1920er Jahren noch vermeintlich wunderbare Realität. Nachdem Marie Curie das Radium entdeckte, wurde das Metall u.a. in der Medizin, Kosmetik- und Genußmittelbranche eingesetzt. Im Dunklen leuchtende Uhren waren der letzte Schrei und während Frau & Herr Curie im Labor noch mit bloßen Händen forschten, befeuchteten die Ziffernblattmalerinnen ihre mit Radium getränkten Pinsel mit dem Mund. Der Rest der körperbewußten Bevölkerung suchte das Glück derweil in Radiumbädern. 

Hab gerade noch mit Madame Curie telefoniert. Im schwedischen Nobelmuseum kann man ihre einzigartige Karriere als Wundermädchen in der Wissenschaft nachverfolgen und einfach mal durchklingeln. Ich hatte da noch einige Fragen bezüglich Paul Langevin. Und wie es sich damals angefühlt hat, die täglichen Anfeindungen in der Presse ertragen zu müssen. Als ihr 1911 der Nobelpreis für Chemie zuerkannt wurde, wollte man sie doch tatsächlich von der Reise zur Preisverleihung abbringen. Davon ungerührt erwiderte sie den Kritikern, daß ihr Liebesleben nichts mit ihrer Arbeit zu tun habe. Chapeau!

1/27/2012

Reise: Gamla Stan to Östermalm - Von Insel zu Insel.
















Feet don't fail me now. Im Sommer ist Stockholm bestimmt total kuschelig. Die Nacht ist kurz und hübsche Schwedinnen radeln in zu kurzen Röcken auf ihren Fahrrädern vorbei, in der Hand halten sie eine Zimtschnecke... Im Januar präsentiert sich dei schwedische Hauptstadt allerdings als unbarmherzige Eisprinzessin. Man will sie lieben, aber irgendwann tränen die Augen und die Finger sind steif gefroren. Dann muß man sich eingestehen, daß man es nicht schafft. 

Die Tunnelbana spuckt uns in der Gamla Stan aus. Die historische Altstadt mit ihren engen Gassen ist größtenteils vom Straßenverkehr befreit. Überhaupt fahren durch Stockholm weniger Autos als man es von einer Großstadt erwartet. Ohne Plan laufen wir zwischen den Häusern hin und her. Es gibt nur ein Ziel: Irgendwann wollen wir beim Nobelmuseum ankommen, daß sich auch hier auf der Insel befinden soll.

1/26/2012

Ausstellung: Alexander McQueen Inspirations - Under his spell.























Weißt Du wie weit New York City von Leipzig weg ist? Ziemlich weit. Sogar so weit, daß Google Maps mir keine Route berechnen kann. Ausgerechnet an diesem Ort fand 2011 eine der erfolgreichsten Ausstellungen des Metropolitan Museum of Art statt: Alexander McQueen: Savage Beauty sahen über 600.000 Menschen. Überall las ich, daß die Schlange vorm Eingang scheinbar endlos war, egal zu welches Tages- oder Nachtzeit man hinein wollte. Selbst gestandene Männer sollen die Ausstellung weinend vor Glück verlassen haben.

Wahrheit oder Märchen? Wie ist es möglich erwachsenen Menschen mittels Kleidungsstücken derartige Gefühlsausbrüche zu entlocken?

"Es ist schon verrückt, nur für ein paar Kleider jetzt hierher zu fahren." "Aber es ist gut verrückte Dinge zu tun." "Ich hab nur Angst, daß wir das falsch gelesen haben und dann steht dort nur ein Kleid und der Rest ist irgendwas anderes."

1/21/2012

Reise: Stockholm Syndrome.

Stockholm, Schweden

















"Eine Sache noch bevor wir abfahren: Was im Urlaub passiert, bleibt auch im Urlaub." "Wie meinst'n das?" "Du verliebst Dich nicht in 'ne kurzhaarige Schwedin und ich verspreche Dir, nicht mit 'nem britischen Musiker abzuhauen." "Geht klar."

Call your girlfriend, it's time you had the talk. Give your reasons, say it's not her fault. But you just met somebody new.

Schwedisch ist eine lustige Sprache. "tunnelbana" steht für U-Bahn und mit "kyckling" ist das Hähnchen gemeint. Viele Wörter sind dem Deutschen sehr ähnlich. Auch wenn man sie beim ersten Lesen nicht versteht, spätestens wenn man sie mit ziemlich vielen O-Lauten ausspricht, wird klar was gemeint ist. "god dag", "hållplats" oder "månad" erschließt sich schnell. Ein paar Englischkenntnisse helfen auch weiter. Mit "kniv" bezeichnet man in Schweden zum Beispiel das Messer, doch Vorsicht, wenn es um "slut" geht. Dieses Wort findet man zu bestimmten Zeit häufig in Verbindungg mit "rea". Darüber freuen sich die Shopping-Freaks besonders.

Reise: From Stockholm to London to Borington.


















Hey, I'm the king of the world und keiner kann mir was. Obwohl es jetzt schon wieder losgeht. Am Donnerstagabend in Borington gelandet und alles wirkt trist. Keine Polizei mehr mit Spielzeugsirene, keine heißen Mädchen in hochhackigen Schuhen, irgendwie kein Bunt mehr. Und das Schlimmste: Plötzlich versteht man wieder ungewollt alle Gespräche, vorher mußte man schon aktiv zuhören. Die stupide Bummsmusik aus den Kopfhörern von nebenan löst den 90s-Indie-Soundtrack ab. Statt die Gap zu minden fällt man einfach hinein. Aber das ist wahrscheinlich der Reiz des Seltenen.

1/12/2012

Ausstellung: World Press Photo 2011.

Foto: Thomas P. Peschak



















Ein Jugendlicher macht mit seinem billigen Handy ein Foto von sich. Er will es später bei Facebook einstellen. Hinter ihm ein Plakat des verstorbenen Grunge-Messias Kurt Cobain, der mit seinen weltberühmten traurigen Augen ins Leere starrt.

Ein Stier durchbohrt mit seinem Horn das Gesicht eines Matadors. Verdient hat er es. Mit durchstochener Zunge und gebrochenem Kiefer wird der Mann ins Krankenhaus eingeliefert - und überlebt. Er hat nichts besseres zu tun als wieder an Stierkämpfen teilzunehmen.

1/03/2012

Special: Coma White in Horní Blatná.


















Nur noch bunte Flecken vor meinen Augen. Unruhiges Flimmern. Keine Ahnung wo wir sind. Hier gibt es keine Wegweiser. Meine Finger sind blau, aber das spüre ich nicht. Everytime that I stare into the sun: Angel Dust and my dress just comes undone. Die Beine werden schwer, meine Füße sind müde. Gleich leg ich mich hin, dann ist alles gut. Ich hab mal gelesen, daß Menschen Wahnvorstellungen bekommen, wenn sie über eine gewisse Zeit einer besonders reizarmen Umgebung (wie z.B. einem schalldichten weißen Raum) ausgesetzt sind. Das Gehirn stiumliert sich dann selbst mit den Trugbildern. Because it's a great big white world and we are drained of our colours. Weißes Rauschen in harte Watte gepackt. Weiter, Weiter. Durch die Heroin-Landschaft stolpern. Oder ist es Zuckerwatte? Do you think we'll be in love forever? Bin ich gerade high oder bild ich's mir nur ein?

1/01/2012

Special: Happy 2012 - bis zum Ende des (M)Inka-Kalenders.























Es ist vollbracht - 2012 ist da. Zusammen mit lustigen Leuten habe ich mir zum Jahreswechsel in Horní Blatná Tiernamen gegeben und im Schnee Bomben gezündet. Meine persönliche Bilanz des vergangenen Jahres fällt leider recht deprimierend aus, aber so habe ich auch viele gute Ideen für neue Vorsätze gehabt. Gesund essen und viel Sport treiben ist bekanntlich nicht mein Fall. Stattdessen: mehr genießen, ausschweifender und aufregender leben. In meiner chronischen Unzufriedenheit ist mir an der persönlichen, kulturellen und intellektuellen Weiterentwicklung viel gelegen - und so sehen meine Resolutions aus:

Google