6/19/2012

Ausstellung: Dazed & Confused - Making it up as we go along.

Dazed-Confused-Exhibition-London




















Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß auf meiner Festplatte noch jede Menge Fotos rumlungern, die ich versäumt habe hier zu zeigen (ich sage nur Designers' Open - big time Schuldgefühle ahead). Da ich ein guter Blogger sein will, versuche ich den Berg jetzt abzubauen. Den Anfang einer Reihe von Beiträgen, die irgendwie nicht zum aktuellen Zeitegschehen passen, aber dennoch nicht uninteressant und vor allem viel zu schön sind, um in der Versenkung zu verschwinden, macht die Ausstellung "Making it up as we go along" des britischen Magazines Dazed & Confused.

Das Heft wurde 1991 von Jefferson Hack und Rankin in London gegründet. Rankin ist der Fotograf, der Heidi Klum ein bißchen zu sehr mag und bei Germany's Next Topmodel häufig für die unterhaltsamsten Momente gesorgt hat, da seine Kritik an den Nachwuchsmodels nicht gerade zimperlich ausfiel. Sein Lachanfall begleitet von dem Spruch "What's her face about?!" ist mir lebhaft im Gedächtnis geblieben. 

Jefferson Hack war vor vielen Jahren mal der Boyfriend von Kate Moss und ist der Vater ihrer Tochter Lila Grace. Dementsprechend häufig war das Model in Dazed & Confused abgebildet und ziert auch das Cover des zur Ausstellung erschienenen Buches.

Ich hatte das Glück, mir die Ausstellung im Januar im Londoner Somerset House noch ansehen zu können. Gezeigt wurden die Highlights aus 20 Jahren Arbeit des progressiven Magazines. Dazed & Confused scheute keine Kontroverse und ich war sehr beeindruckt von der Kreativität, die die Macher bis heute an den Tag legen. Das Heft hat es nicht nur geschafft Popkultur nachhaltig zu beeinflussen, sondern sich seinen experimentellen Charakter bis heute erhalten können.

Oder wie es im Beipackzettel zur Ausstellung heißt:
"Quickly renowned for its controversial attitude and approach, Dazed & Confused represented a new wave in the British style press and a fresh voice in magazine culture. [...] Dazed & Confused pushed unheard voices and new talents to the fore [...] to create original artwork for each issue."
Hier wurde nicht einfach die Geschichte eines weiteren Modemagazines gezeigt. Indem Musiker, Künstler, Designer, Filmemacher, Schauspieler und andere Freigeister für einzigartige Projekte zusammengebracht wurden, gelang es den Redakteuren mit ihrem Heft selbst ein Kunstwerk zu schaffen. Es war ein bißchen wie im Himmel zu sehen, was man außer Fotostrecken und gewöhnlichen Interviews noch alles mit einem Magazin machen kann. Jetzt träume ich noch mehr davon dort zu arbeiten.

Das Buch "Making it up as we go along" ist bei Rizzoli erschienen und kostet bei Amazon aktuell 34,95€.

Dazed-Confused-Exhibition-London

Dazed-Confused-Exhibition-London

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