4/26/2012

Konzert: A Place To Bury Strangers - The. feeling. is. gone.


















"Die sollten hier Drogen ausgeben, das wäre schön." "Die nimmst Du mir aber nicht mit in's Auto!" "Hatte ich auch nicht vor. Bis dahin wollte ich mir die schon zugeführt haben. Oder darf man nicht in einem Auto mitfahren, wenn man unter Drogeneinfluß steht?" "Quatsch, klar geht das. Sonst dürfte man ja nie einen Betrunkenen nach Hause fahren und Taxifahrer müßten ständig Angst haben, daß sie sich strafbar machen." 

Altmänner-Rockmusik bevor das Konzert losgeht. Ich dachte hier ist jeden Dienstag Indiedisko. Die brauchen's aber auch hart. Ich hab mir den Magnet Club eh ganz anders vorgestellt. Schöner irgendwie. Aber es ist nur ne Platten mitten in Berlin. Draußen steht nicht mal dran, wer heute spielt. Oder ob hier überhaupt jemand spielt. Die Klos sind typisch Berlin einfach mal nicht beleuchtet. Keine Ahnung wo ich hingepinkelt hab. Das gehört hier wohl so. 

Seit drei Jahren warte ich auf dieses Konzert. A Place To Bury Strangers. Die offiziell lauteste Band von New York. Ackermann baut die Effektgeräte selber. Death by Audio. Wenn ich sterbe, dann bitte im Noise-Gewitter. Vermutlich blasen sie uns das Hirn raus. Aber das ist ok, dafür hab ich bezahlt.  


Eine Stunde später.

Na endlich ist dieses Macho-Theater vorbei. Was war das denn?! Ich weiß nicht wo ich anfangen soll und es tut mir leid, aber diese Vorstellung war einfach lächerlich. Die Gitarreneffekte klangen fantastisch. Das hat der Typ echt drauf. Ich steh bloß nicht auf Instrumentalmusik mit extrem schlechtem Schlagzeug. Das war Schulbandniveau. Seriously, was soll das? Ich hatte die Band echt für professioneller gehalten und bereue was ich im Auto über sie gesagt habe. Bitte, kauft euch einen Schlagzeuger der wenigstens geradeaus spielen kann. Joey Castillo zum Beispiel. Der hat bestimmt Zeit. Danach kauft ihr euch einen Soundmann, der euch so abmischen kann, daß man auch was von den Vocals hört. Sonst ist das irgendwie sinnlos. 

Die einfallslose Strobodauerbelichtung scheint zumindest die Heavy Metal-Fans beeindruckt zu haben. Genauso wie das peinliche Rumfuchteln mit den Gitarren. Ja, ihr seid so cool und schmeißt eure Instrumente rum. Zu blöd, daß ihr euch dabei dauernd die Kabel rauszieht. Damn. 

Als mir der fette Super Mario-Typ auch noch hinterherruft, daß ich häßlich sei, hakt es aus. Erst als sein Gesicht wie ein mittelmäßiger Berliner Döner aussieht schaffen es die Jungs mich von ihm runterzuziehen. Ich lecke meine Faust ab. Da war eindeutig zu wenig Soße drin.











2 comments:

  1. Ich bin mit ein paar Freunden auch da gewesen. Ich gebe Dir Recht, der Sound war sehr laut und vom Gesang hat man nichts gehört. Den Krach und die Lichteffekte fand ich aber gut, daß passte gut zusammen.

    lg,
    Tom

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    1. Ich hab nix gegen Krach und die Lichteffekte, lediglich ein gezielterer Einsatz derselben hätte Wunder gewirkt.

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