3/28/2012

Hair Style: There's more than one way to colour your hair.

Bild via Nos Petites Reveries





















Die Outfitfotos vom Sonntag lösten bei einigen Leuten (für mich überraschendes) Entsetzen bezüglich des aktuellen Zustandes meiner Haarfarbe bzw. das Fehlen selbiger aus. Nachdem ich mich jetzt ein Weilchen darüber gewundert habe, kann ich nun nicht anders als meine Beweggründe zu erklären, obwohl ich der Meinung bin, daß ein Look der erklärt werden muß - ähnlich wie ein Kunstwerk, bei dem das der Fall ist - nicht viel taugt. Aber vielleicht ist das Unverständnis auch auf mangelende Lesefähigkeit zurückzuführen. Deshalb an dieser Stelle ein wenig Nachhilfe in Haarfärbetheorie.

1. Es gibt einen Grund warum ich meine Haare so trage, wie ich es tue. Es hat nichts mit Nachlässigkeit oder Schwangerschaft zu tun. Nein, ich renn' absichtlich so rum und bin sehr zufrieden damit.

2. In der "Modeszene" gibt es einen legitimen Unterbau für diesen Look. Man nennt den Trend "Dip Dye" und er ist schon über ein Jahr alt, aber immer noch extrem angesagt. Forciert wurde diese Färbetechnik, die übrigens auch in Braun- und Blondtönen für ein natürliches Finish angewandt wird, vom Londoner Friseursalon "Bleach". Ich habe bereits hier über den Laden berichtet. Besonders beliebte Farbkombinationen sind dunkle Ansätze und grüne/blaue Spitzen oder helle Haare mit pinkfarbenen oder violetten Spitzen.

3. Besagter Trend war nicht der Auslöser für den jetzigen Haarzustand, sondern eher Bekräftiger. Ich hatte letzten Oktober einfach keine Lust mehr mir die Haare weiter kaputt zu bleichen, wollte es aber trotzdem bunt. Also ließ ich einfach wachsen und beobachte seitdem wie es sich entwickelt.

4. Wer sagt eigentlich, daß man bei gefärbtem Haar den Ansatz unter keinen Umständen sehen darf?! Seien wir ehrlich, die selbstverpaßten Colorierungen aus dem Supermarkt sehen eh alle künstlich aus. Niemand käme auf die Idee, daß es sich bei diesen Farbtönen um Natur handelt. Bei weniger alltäglichen Nuancen wie Blau, Pink, Orange, Grün etc. stellt sich die Frage sowieso nicht. 

Ich bin auch nicht der Meinung, daß rausgewachsene Farbe automatisch komplett assig aussieht. Es kommt schon ein bißchen darauf an, ob selbstgemachtes Gelbblond schwarzem Untergrund weichen muß oder ob die Farben einigermaßem ineinander blenden. Auf Fotos sieht ein guter Übergang von dunkel nach hell sogar besser und im Fall von Blontönen natürlicher aus. Wer mal bei einem Profifriseur war, weiß, daß dort nie alle Haare bis zum Ansatz gefärbt werden, um eben genau diesen Effekt zu erzielen. Bei "Bleach" werden auch häufig dunklere Ansätze reingefärbt.

5. Natürlich muß ich damit leben, daß es sehr viele Leute gibt, die in mir einfach nur die Unfähigkeit sehen, mich vernünftig um meinen Kopf zu kümmern. Aber genau dieses Unterlassen ist es, was mir an dem Look gefällt. Haare müssen nicht durchweg im gleichen Ton gefärbt werden. Haare müssen nicht wie aus dem Katalog aussehen. Haare dürfen auch unordentlich sein. So lange man sie in akzeptablen Abständen wäscht und die Kleidung in Ordnung hält, darf es gerne vernachlässigt aussehen. Das Unperfekte gibt einem Erscheinungsbild den nötigen Kick, die Aufregung, das Besondere.

Genau wie Lederjacken muß es zum Lifestyle passen. Man hat die Möglichkeit über sein Aussehen zu zeigen, wer man ist, wofür man steht, was einen interessiert. Und wenn es wie in meinem Fall nur der Hang zur Grunge-Ästhetik ist.

Bild via Cheechow





















Bild via Bitching and Junkfood


















Auf meinem Pinterest Board zum Thema bunte Haare könnt ihr übrigens noch mehr Inspirationen finden.

4 comments:

  1. dip dy ist auch in tokyo zurzeit sehr angesagt(in bestimmten szenen und gerade im viertel harajuku)
    ich finde aber auch sehr wichtig, das die farbe weit unten anfängt, damit deutlich wird, das es extra so gefärbt wurde und eben nicht herausgewachsen ist.

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    1. Ich denke, je länger die Haare sind, desto besser sieht es auch aus. Obwohl ich die Kombination aus Blond und Rosa langsam nicht mehr sehen kann.
      Mittlerweile glaube ich auch, daß es sich bei Dip Dye nicht mehr um einen Trend handelt, da es jetzt schon so lange angesagt ist. Ich hab fast das Gefühl, diese Art die Haare zu färben wurde schon in den allgemeinen "Haare färben"-Kanon aufgenommen.

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    2. ja, lange haare eignen sich prima dazu. dann kann man auch mehrere farben kombinieren. rosa blond ist mir auch meist zu tussig. aber wenn dazu noch eine stufe hellblau oder lila ist, sieht es schon wieder süß aus.

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    3. Na, ich bin jetzt erstmal wieder auf dem Grau-Trip und hab versucht einen Übergang von Grau zu Dunkelblau hinzubekommen. Ist ganz gut geworden. Post folgt. :-)

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