2/16/2012

Reise: Brick Lane uncrowded.


















"Hunger, Hunger, Hunger. Ehrlich, ich muß jetzt was essen!" "Ok, was willst Du? Hier gibt es alles von Lammdöner bis Chicken Wings - und zwar saubillig." "Spicey Wings klingt geil." 

Wir sitzen also im Schnellimbiß, der von einem Inder betrieben wird. Drin hocken Inder, an der Theke stehen Inder. Ich bin die einzige Frau in dem Laden. Auf der Straße huschen Kinder vorbei, die Mädchen tragen Schuluniform und Kopftuch. Ob es für Frauen überhaupt erlaubt ist dieses Geschäft zu betreten? Na vielleicht in Begleitung eines Mannes. So was hab ich ja dabei. Wir werden zwar gemustert, aber das Essen ist gut. Mir fällt auf, daß wirklich nur Männer reinkommen und Bestellungen für die ganze Familie aufgeben. Während D. herzhaft in seinen Hühnerschenkel beißt nennt er mich einen "Fashion Nazi". Ob das angebracht ist?


Die Hip-Crowd ist heute nicht da, denn heute ist Dienstag. Am Wochenende kann man auf der Brick Lane kaum treten und wird ähnlich wie auf der Oxford Street einfach immer weiter geschoben. Widerstand zwecklos. Wir verbringen fast eine Stunde im Rough Trade Store. Ich wühle wahllos in irgendwelchen Punk-Cd's und suche nach 7''-Vinyls für meine Sammlung. Dann zeige ich D. das neue Mini-Musikstudio. Hier kann man costum made Synthesizer und Drum Machines ausprobieren. Ich versteh nichts von dem Kram, aber D. ist begeistert. Aus meinen Kopfhörern dröhnt eine aktuelle australische Post-Punk-Band. Total Control. Staff's pick. Klingt eigentlich gar nicht so schlecht, aber eigentlich doch nur wie Suicide. Könnte man sich auch mal kaufen. Oder so ein Hunter S. Thompson Gesamtwerk. Heute ärgere ich mich, daß ich das Lyricsbuch von Jarvis Cocker nicht genommen hab. Ich wollte ihn noch so viel fragen.






Best record store in the world: Rough Trade East.

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