1/29/2012

Museum: Nobelmuseet feat. the Radium Girl.


















Strahlend schön dank Radium. Was heute wie ein schlechter Scherz klingt, war in den 1920er Jahren noch vermeintlich wunderbare Realität. Nachdem Marie Curie das Radium entdeckte, wurde das Metall u.a. in der Medizin, Kosmetik- und Genußmittelbranche eingesetzt. Im Dunklen leuchtende Uhren waren der letzte Schrei und während Frau & Herr Curie im Labor noch mit bloßen Händen forschten, befeuchteten die Ziffernblattmalerinnen ihre mit Radium getränkten Pinsel mit dem Mund. Der Rest der körperbewußten Bevölkerung suchte das Glück derweil in Radiumbädern. 

Hab gerade noch mit Madame Curie telefoniert. Im schwedischen Nobelmuseum kann man ihre einzigartige Karriere als Wundermädchen in der Wissenschaft nachverfolgen und einfach mal durchklingeln. Ich hatte da noch einige Fragen bezüglich Paul Langevin. Und wie es sich damals angefühlt hat, die täglichen Anfeindungen in der Presse ertragen zu müssen. Als ihr 1911 der Nobelpreis für Chemie zuerkannt wurde, wollte man sie doch tatsächlich von der Reise zur Preisverleihung abbringen. Davon ungerührt erwiderte sie den Kritikern, daß ihr Liebesleben nichts mit ihrer Arbeit zu tun habe. Chapeau!

Unsere Reise in die Vergangenheit wird von einem kontinuierlichen Rattern begleitet. An der Decke fahren die bisherigen Preisträger entlang, sammeln sich dicht hintereinander in einer Reihe bis - peng! - wieder einer abgeschossen wird. Marie Curie ist eine der wenigen Personen, die mit zwei der begehrten Auszeichnungen dekoriert wurden und die einzige Frau, der diese Ehre auf zwei verschiedenen Gebieten zuteil wurde.

"Hast Du die schönen Urkunden gesehen? Wart's nur ab, bis ich den Nobelpreis kriege!" "Haha, dann hättest Du schon viel eher damit anfangen müssen." "Wieso? Ich muß doch nicht forschen. Ich kann den doch auch für meine hervorragende Literatur bekommen. Oder dafür, daß ich der Welt Frieden bringe." "Hmmmm." Betretenes Schweigen. 

"Siehste, hier stehts: Unter den Nobelpreisträgern findet man einige der bedeutendsten Persönlichkeiten der Welt. Das Nobelmuseum regt zum Nachdenken darüber an, wie wir unsere Kreativität am besten nutzen können und welche Bedeutung das Umfeld für den kreativen Prozess haben kann." "Oh, da läuft ein Film über Schrödinger. Los, den sehen wir uns an!"




























Das Knowledge brings fear-Shirt könnt ihr übrigens hier erwerben. Damit helft ihr nicht nur dem jungen, aufstrebenden Illustrator sondern unterstützt indirekt auch dieses Blog. Thanks a lot!


















Adresse:

Nobelmuseet
Börshuset, Stortorget, Gamla Stan
Stockholm, SWE

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