9/11/2011

Innenansichten: Welcome to the Opera!























Der Saisonstart wurde an diesem Wochenende von der Oper Leipzig mit einem Tag der offenen Tür eingeleitet. Endlich mal eine gute Gelegenheit, überall herumzuschnüffeln und sich das Opernhaus ausgiebig von innen anzuschauen.

Nach Venedig und Hamburg ist Leipzig der drittälteste Standort der Opernpflege in Europa, das Gebäude stammt aber natürlich nicht aus dem Jahr 1693. Nachdem das Neue Theater im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, errichtete man zwischen 1956 und 1960 ein neues Bauwerk im Stil des Spätklassizismus (sagt Wikipedia) - angeblich der größte, repräsentativste und modernste Theaterbau der DDR. Auf einer Webseite fand ich auch die Bemerkung, daß die mittlerweile denkmalgeschützte Oper durch "die Reinheit des Stils der späten 50er Jahre eine sehenswerte bauhistorische Rarität" darstellt.

Über einige Details der Außenfassade fand ich unterschiedliche Angaben. Wikipedias Quellen erschienen mir nicht total absurd, aber falls ich es mal verläßlich erfahre, werde ich es euch mitteilen. Bis dahin ein Wiki-Quote:
"Die Fassade besteht aus hellem Pirnaer Sandstein. Sie verfügt über ein 350 Meter langes Attikageländer [...]. Der Eingangsbereich besteht aus einer zweigeschossigen einfachen Loggia. Fenster- und Türrahmen sowie die Säulen im Loggiabereich sind aus goldfarbig eloxiertem Leichtmetall gefertigt. Der Baukörper erscheint bei Tag eher nüchtern. Nachts, wenn alles erleuchtet ist, wirkt das Haus eher festlicher und durch die großen Fensterfronten auch gläsern."

Hier soll es heute aber um die Inneneinrichtung gehen - und die liest sich ungleich imposanter:
"Die Wände sind teilweise mit handgefertigten Fliesen aus Meißener Porzellan verkleidet, welche das Licht auf eine warme Art reflektieren. [...] Die Messinghandläufe, die Farbe der Wände, die Wandleuchten, Ornamente aus Blattgold und der weinrote Teppich sind typisch für die Zeit der Errichtung. [...] Die polychrome Decke besteht teilweise aus figürlichen und teilweise aus gemalten Ornamenten und steht im Kontrast zur strengen Wandstruktur."

Am besten gefällt mir die Beschreibung der Lampen, die ich immer wieder fotografieren mußte, weil sie schöne Schatten werfen und so easy on the eyes sind. Jetzt weiß ich auch warum:
"Die Leuchtenform in den Foyers ist auffällig. Es gibt eine Variante der Beschreibung, die besagt, dass die Lampen in der Garderobenhalle den Knospen von Blumen ähneln. Erreicht man das Parkettfoyer, sind die Knospen aufgeblüht und die Lampen ähneln großen Dolden wie bei einer Pusteblume. Kommt man in das Rangfoyer, fliegen an den großen Kronleuchtern die Schirmchen davon. Geht man die Treppen wieder hinunter befinden sich in den Treppengeländern die Samenkapseln."
Eine schöne Verbindung von Architektur und Natur, da bin ich Fan. Doch nun genug der Theorie, Ladies & Gentlemen, beginnen wir mit dem Rundgang. 











































Ja, hier sind sogar die Feuermelder gülden angemalt.
















































Öffentliche Probe des Balletts.

































































Ein Blick in den Kostümfundus.














Strickware.





















Na, zu wem gehört die Verkleidung?


























Falls ihr auf einem Paßbild mal so richtig Eindruck machen wollt...

Und tschüß!

















6 comments:

  1. so sieht die Oper zur blauen Stunde aus: http://www.flickr.com/photos/c-n-f/5336203459/lightbox/

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  2. ...ist das wirklich ein "Tag der Offenen Tür"? Sind doch gar keine Besucher zu sehen, alles "tote" Fotos..

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  3. ich steh nicht so drauf, wenn mir rentner durch's bild laufen. somit war der tag der offenen tür nur mittel zum zweck für mich.

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  4. Die Oper ist auch ohne Oper sehr schön. Allein die Innenausstattung ist den Besuch wert und gestern musste man sich auch keine sechs Stunden Wagner antun, um davon etwas zu haben.

    Schöne Bilder!

    :J

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  5. Das ist ja noch schicker! Nur leider verpasst. Konnte letztes Wochenende nicht in Leipzig sein.

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