4/11/2011

DIY: Der Netbook-Schlafsack.


















Schon seit längerem habe ich nach einer passenden Tasche für mein Netbook gesucht, konnte aber mit den Angeboten der Elektronikmärkte nicht viel anfangen. Dann entdeckte ich durch Zufall das Tutorial für eine Laptop-Clutch bei Stolt (auf der Seite werden übrigens DIY-Nähkits inklusive Stoff angeboten).

Für meine Version habe ich zwar keine 30 Minuten sondern eher fünf Stunden gebraucht, das Ergebnis (mit einigen Abwandlungen der Vorlage) ist aber sehr schnuffelig ausgefallen.

Der Schlafsack setzt sich zusammen aus: Kunstleder, einem schönen Baumwollstoff für die Innenseite der Tasche (für den Aha-Effekt beim Aufklappen), dicke Vlieseline (damit das Gerät gut gepolstert schlummern kann; ich habe die Stärke H 640 verwendet), ein Gummiband und einen Verschluß.



















Zuerst habe ich die Vlieseline zugeschnitten. Dabei habe ich mich an der Größe des Laptops orientiert. Das Kunstleder wird etwas größer zugeschnitten, damit man die Ecken später umklappen kann.


















Der Baumwollstoff soll die Innenseite der Tasche auskleiden, er wird auf die gleiche Größe wie die Vliseline zugeschnitten.


















Danach habe ich die Vliseline auf das Kunstleder gebügelt und den Baumwollstoff entsprechend festgesteckt. 
Jetzt wird die erste Tasche genäht, dort soll später das Netbook eingesteckt werden. Die linke Stoffseite liegt dabei oben (wird am Schluß umgedreht). Wegen des Kunstleders habe ich auf Stecknadeln verzichtet und alles mit Klebestreifen festgemacht.


















So sieht die fertig genähte erste Tasche von innen aus:


















Die Seiten waren noch ein wenig zu lang, also hab ich sie später gekürzt. Danach habe ich die obere Hälfte ebenfalls umgeklappt und die zweite Tasche (für Notizbücher und Stifte) genäht. Danach wird der Stoff umgedreht.


















Das Kunstleder an den Seiten wird dadurch über den Baumwollstoff geklappt. Ich habe die Stelle mit einem Zickzack-Stich vernäht, aber man kann das sicher auch kleben. Das sieht dann etwas eleganter aus und man hat auf der Außenseite keine sichtbare Naht. Das Zickzack ist bei mir leider recht unregelmäßig geworden, da meine Maschine mit dem dicken Material überfordert war (in meiner Ignoranz habe ich auch nicht daran gedacht eine spezielle Ledernadel zu verwenden, sondern einfach die genommen, die immer drin ist).


















Das Tasche ist jetzt fertig. Nun muß man nur noch das Gummiband auf die richtige Länge kürzen und den Verschluß annähen. Ich hab das bis zu meiner Abreise nach Berlin nicht mehr geschafft.
Mit dem Band sieht es dann in etwa so aus:


















Auf dem Bild hat man den Eindruck, daß die obere Tasche größer sei als die untere, aber das täuscht. Wie weiter oben zu erkennen war, liegen die Taschen bündig aufeinander und das Netbook ist jetzt schön warm eingepackt.

1 comment:

  1. Die Idee ist wirklich süß. Ist echt mal was anderes, als die Standard-Taschen..

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