12/14/2010

Reise: London Aug 2010 // Tag 4. Cake Shop Exhibition.


















Fashion lives on Oxford Street. Bisher hab ich noch gar nichts vom letzten London-Tag geschrieben, dabei war der mindestens genauso aufregend wie die anderen drei. Unser Jagdgebiet hieß diesmal West End und Soho.

Nachdem wir zuvor sorgfältig das Bekleidungsangebot studiert hatten, war am vierten Tag endlich die große Shoppingtour angesagt. Der Unbeeindruckte wurde bei Primark von oben bis unten komplett für £55 eingekleidet und leistete sich in einem anderen Geschäft ein Paar sehr schöne, hochwertige Lederschuhe. Ich blieb tapfer und geriet nicht an den Rand eines Nervenzusammenbruches, auch wenn ich sehr viel haben wollte und nur ganz wenig kaufen konnte.

Wie schon berichtet, sahen wir uns bei Selfridge's die Vivienne Westwood Schuhausstellung an und bahnten uns mutig mehrere Stunden den Weg durch einkaufswütige Massen und angebotene Waren. Um dem Trubel nach kilometerlangem Tütenschleppen zu entkommen ließen wir uns nachmittags auf dem Soho Square nieder und chillten zwischen Business-Leuten, Studenten und Rentnern. Das Fleckchen Grün gleich neben der Oxford Street ist gleichzeitig der Eingang in eine andere Welt: Welcome to Soho!



















Geht man von dem Mini-Park weiter in Richtung Shaftesbury Avenue - "Londons Broadway" -  gelangt man auf die Greek Street. Dort gibt es kleine Designerläden und Restaurants, aber wir wollten zu einem bestimmten: Maison Bertaux Gallery. In Londons ältestem Cake Shop zeigte sexy Noel Fielding gerade seine Ausstellung Bryan Ferry vs The Jelly Fox. Fielding ist in UK ein Star, der speziell durch seine Comedy-Serie The Mighty Boosh sehr viele Fans gewonnen hat. Außerdem ist er bekannt für seinen exzentrischen Kleidungsstil und geht gern mit seinen zahlreichen Promi-Freundinnen (Agyness Deyn, Courtney Love, Alison Mossheart, Lily Allen etc.) im Groucho Club feiern. Der Kerl hätte eigentlich einen eigenen Beitrag verdient.

Der Cake Shop scheint ein sehr sauberer Ort zu sein, denn wir waren am ersten Tag bereits dort und als wir zur Ausstellung wollten hieß es: "Sorry, da ist gerade die Cleaning Lady drin und wischt den Boden." Beim zweiten Besuch das gleiche. Aber diesmal ließen wir uns nicht abwimmeln und bestellten leckeren Kuchen und heiße Schokolade. Während das auf niedlichen Oma-Deckchen in entsprechendem Geschirr serviert wird, kann man ganz entspannt den Schönen und Reichen dabei zuschauen, wie sie ihre viel zu großen Autos in viel zu kleine Parklücken pressen wollen.














Wie bereits im Namen zu erkennen, dreht es sich bei Fieldings Bildern hauptsächlich um Bryan Ferry. Wer oder was genau der Jelly Fox ist bleibt wohl unserer Vorstellung überlassen. Wer The Mighty Boosh kennt, weiß daß Vince Noir (aka Fielding) von Bryan Ferry aufgezogen wurde, daher wohl auch "The Church of Ferry". Aber hört selbst:







And that's what it looked like:




























Aus irgendeinem Grund mußte sich der Unbeeindruckte dauernd ins Bild drängen, aber vielleicht steckt hinter  dieser Fotostrecke ein geniales Konzept, was er mir noch nicht erklärt hat.





















Eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden.


Hier noch einige Impressionen aus dem Rotlicht-/Schwulen-/In-Viertel (sieht bei Tageslicht natürlich alles ganz harmlos aus):









3 comments:

  1. Weißt Du bis wann die Ausstellung läuft noch?
    Werde im Januar in London, und will das sehr gern ansehen.

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  2. hey, den jelly fox sieht man in der gleichnamigen und reichlich debilen videoinstallation, die da in einem extra-raum der ausstellung lief. was der so tut ... nun, das muss man selber ansehen. aber angeblich entwickelt herr fielding eine cartoon-serie basierend auf dieser figur.

    @yuki: die ausstellung läuft noch bis zum 5. Januar

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  3. Wow, das sieht ja wirklich spannend aus, muss ich mir auch unbedingt ansehen wenn ich nächste Woche zu Silvester hinfahre! Danke für den Tipp! :-)
    Stefan

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