12/30/2010

Inspiration No. 12.




































Anorexia mentalis.

"Heutige Figuren haben oft ein ganzes Sortiment selbstschädigender Züge. Beavis & Butthead bspw. zeigen mangelnde Impulskontrolle, Mißachtung der Rechte anderer, gestörte Beziehungen, emotionale & kognitive Oberflächlichkeit &, im Falle von Beavis, Unterwürfigkeit und Klammerverhalten."


"Bruch (1973) geht davon aus, daß Eltern auf ihre Kinder entweder angemessen oder weniger angemessen reagieren können.

Angemessen reagierende Eltern gehen mit differenzierter Aufmerksamkeit auf die biologischen und emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder ein, füttern sie, wenn sie aus Hunger schreien, und trösten sie, wenn sie aus Angst schreien. Kinder, die solche Reaktionen erfahren, entwickeln ein Gefühl von Kontrolle und die Fähigkeit, den einen inneren Zustand vom anderen zu unterscheiden.

Unangemessen reagierende Eltern dagegen können nicht auf die inneren Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen und stülpen ihren Kindern statt dessen ihre eigene Definition dieser Bedürfnisse über. Die Eltern entscheiden willkürlich, ob ihre Kinder Hunger haben, frieren oder müde sind, ohne ihre wirkliche Verfassung richtig zu deuten. Sie füttern die Kinder, wenn sie Angst und nicht Hunger haben oder trösten sie, wenn sie müde sind.

Kinder, die einem derartigen Elternverhalten ausgesetzt sind, können kein kohärentes Selbst entwickeln: Sie wachsen verwirrt heran und  können nicht zwischen ihren eigenen inneren Bedürfnissen unterscheiden, sie wissen nicht, wann sie hungrig oder satt sind und können ihre eigenen Gefühle oder ihre Ermüdung nicht erkennen.

Da diese Kinder nicht auf innere Maßstäbe vertrauen können, halten sie sich an äußere Richtlinien wie etwa ihre Eltern. Manche gelten als 'Musterkinder', die immer das zu tun versuchen, was der Familie angenehm ist, doch sie entwickeln kein echtes Selbstvertrauen. Sie empfinden nach Bruch ein lähmendes Gefühl der Ineffektivität  und 'erfahren sich selbst so, als hätten sie keine Kontrolle über ihr Verhalten, ihre Bedürfnisse und Impulse, als ob sie nicht über ihren eigenen Körper verfügen könnten und keinen inneren Schwerpunkt in sich selbst hätten.'

Beim Beginn der Adoleszenz stehen diese Kinder unter dem wachsenden Druck, Autonomie zu entwickeln, fühlen sich jedoch unfähig dazu. Um ihre empfundene Hilflosigkeit zu überwinden, versuchen sie, extreme Selbstkontrolle auszuüben; insbesondere streben sie nach Kontrolle über Körperumfang und Figur und ihre Eßgewohnheiten."

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