10/20/2010

Magazin: Stern Fashion // Herbst/Winter 2010























Letzte Woche lag dem Stern wieder das halbjährlich erscheinende Fashion-Zusatzheftchen bei. Auf festem Hochglanzpapier dreht es sich hauptsächlich um ein Fotoshooting mit Naomi Campbell und Marc Jacobs. 

In Szene gesetzt wurden die beiden von Ellen von Unwerth, deren Arbeit mich eigentlich immer begeistert. Doch dem Editorial "Fight Club" fehlt die farbige Körnung und irgendwie auch die spritzigen Motive. Auf mich wirken die Bilder zu sehr nach "auf Nummer sicher gehen". Bei der abgelichteten Kleidung fiel nur eines wieder auf: Accessoires von Atsuko Kudo. Die Kreationen des Latex-Designers veredeln in letzter Zeit viele Stylings und sorgen für Aufregung zwischen Glamour und Clean Chic.

Im redaktionellen Teil findet man u.a. einen Hinweis auf die Frankfurter Ausstellung "Not in Fashion" und die aktuelle La Perla-Kollektion von Jean Paul Gaultier:



































Chromlacke, nach denen mich meine Schwester bereits im Juni fragte, werden als das Beauty Must Have des Herbstes gepriesen und mit diesem schönen Bild beworben:














Folgende Lacke empfiehlt die Redaktion:












Blau für Mutige - nunja, bei Fingernägeln hatte ich noch nie Farbangst. Es würde mich aber interessieren, ob die drei Produkte auf der rechten Seite tatsächlich diesen Chromeffekt hervorbringen.

Unter dem Titel "15 Minuten Backstage" gibt es einige Bilder hinter den Kulissen der Sommer-Modenschauen von Boss (Berlin), Gucci (Mailand), Michalsky (Berlin) und Doir (Paris) zu sehen.Besonders toll fand ich wieder das Make-Up bei Dior:













Ansonsten kann man sich noch einen Artikel von Dirk Van Versendaal zum Thema "Bundfaltenhosen für Männer sind wieder in" zu Gemüte führen - das Ganze mit Fußball als Rahmenhandlung aufgezogen ist nicht mein Geschmack.

Noch seltsamer erschien mir der Artikel "Der Sex ist weg" von Godfrey Deeny. Der Kolumnist beschreibt seinen beobachteten Puritanismus der Wintermode. Besonders der Absatz "Drüben bei Chanel traf man auf Eisprinzessinnen in gewaltigen Kunstpelzen, angeführt von zwei Paaren, die wie sibirische Polarforscher um einen gigantischen Eisberg rasten. Wo sollte hier Sex stattfinden? Es ist doch recht knifflig, in einem Iglu zum Äußerstern zu kommen." brachte mich ins Grübeln.

Sex ist also "das Äußerste". Sex geht nur mit wenigen/aufreizenden Klamotten. Sex ist blanke Haut. Ich kann seine Kritik an den "prüden" Kollektionen schwer nachvollziehen. Wer weiß, was Deeny mir damit sagen will, möge mich erleuchten.

No comments:

Post a Comment

Google