9/28/2010

Ausstellung: Stephen Jones and the Accent of Fashion.

Photo via thisislondon.co.uk

Zu wenig Leute tragen Hüte. Dabei kann eine exquisite Kopfbedeckung einfache Outfits in Besondere verwandeln und geschickt von einem Bad-Hair-Day ablenken.  Seit dem 8. September widmet das Modemuseum Antwerpen dem britischen Hutmacher Stephen Jones eine Ausstellung.

Und das erwartet euch:
Die Ausstellung STEPHEN JONES & Der Akzent auf Mode führt den Besucher in die einzigartige Welt eines Hutmachers ein, der bereits über drei Jahrzehnte mit den größten Namen der internationalen Modeszene zusammenarbeitet: Jean Paul Gaultier, Thierry Mugler, Comme des Garçons, Claude Montana, John Galliano, Christian Dior, Azzedine Alaïa, Walter Van Beirendonck, Marc Jacobs,…

Stephen Jones nimmt eine einzigartige Position hinter den Kulissen der Mode ein, weil ihm die Entwerfer eine nie gesehene Freiheit erlauben, sodass seine Entwürfe das Bild der Kollektion maßgeblich bestimmen und steuern. So wie Akzente den Ton und den Rhythmus eines Textes bestimmen, so vermitteln die Hüte von Jones der Silhouette die richtige Interpunktion.

Außer den zahlreichen Kooperationsverbänden mit Entwerfern gehen wir auf die Arbeit von Jones für den Film, die Musik und die Fotografie sowie seine Anfangsjahre im London der New Romantics am Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, die einzigartige Beziehung mit der Modeikone Anna Piaggi und den Entwurfsprozess und die Inspirationsquellen für seine Kreationen ein.

Schon als Jugendlicher habe ich entgegen des elterlichen Schönheitsempfindens mein Haupt gern bedeckt. Beim  Betrachten  der Kreationen von Stephen Jones bekomme ich gleich wieder große Augen.

Die Homepage des Hutmachers ist zwar nicht besonders übersichtlich gestaltet, aber versucht trotzdem mal euch durch die Galerien zu klicken. Wer glaubt, er wisse was ein Hut sei, wird hier eines besseren belehrt. Grenzen scheint es für Jones nicht zu geben, weder bei der Form noch bei der Schwerkraft.

Der Beruf des Hutmachers interessiert mich besonders aus handwerklicher Sicht. Ein Praktikum in dem Bereich ist sicher was Tolles, aber ich wäre schon zufrieden, wenn ich bei der Herstellung über diverse Schultern schauen dürfte. (Das trifft übrigens auch auf den Schuster zu.)

Anyway, die ambitionierte Ausstellung läuft noch bis zum 13. Februar 2011 und sollte es meine knappe Reisekasse erlauben, werde ich bestimmt noch hinfahren.

Der Eintritt für das Museum beträgt 6 Euro. Die Öffnungszeiten und jede Menge weitere Infos findet ihr in verschiedenen Sprachen auf der Webseite des Hauses.

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